DJI Power 1000 V2

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DJI Power 1000 V2

DJI Power 1000 V2 – weit mehr als enttäuschend

DJI Power 1000 V2 – Eine Enttäuschung auf ganzer Linie

Gesamteindruck

Von einem Premium-Hersteller wie DJI erwartet man seit Jahren eines: Qualität, Innovation und Praxistauglichkeit. Produkte, die durchdacht, zuverlässig und technisch auf der Höhe der Zeit sind.
Umso größer ist die Ernüchterung, wenn ein solches Produkt diese Erwartungen in zentralen Punkten nicht erfüllt.

Die DJI Power 1000 V2 ist auf dem Papier eine moderne Powerstation für unterwegs – stark, vielseitig, hochwertig. In der Realität bleibt davon jedoch nur wenig übrig.
Ja, sie überzeugt in einigen Details. Doch in entscheidenden Bereichen fällt sie deutlich hinter die Konkurrenz zurück – und das bei einem Premiumpreis von rund 1.000 Euro.


Positive Eindrücke – die wenigen Lichtblicke

Bevor man zu den Problemen kommt, lohnt ein kurzer Blick auf das, was DJI gut gemacht hat.

Saubere Verarbeitung:
Die Powerstation ist zweifellos solide gebaut. Das Gehäuse wirkt robust, hochwertig verschraubt und vermittelt äußerlich den Eindruck eines echten Premiumprodukts.
Die Materialien sind gut gewählt, das Design wirkt modern und elegant. Rein optisch und haptisch könnte man meinen, ein Spitzenprodukt in den Händen zu halten.

Stabile 220-Volt-Ausgabe:
Die Wechselstromausgabe arbeitet zuverlässig, liefert eine saubere Spannung und ist auch für den Betrieb sensibler Geräte geeignet.
Damit erfüllt die Powerstation zumindest in diesem Punkt, was man von ihr erwartet.

Leider enden die positiven Aspekte genau hier.


Negative Punkte – Schwächen im Alltag

Im täglichen Gebrauch zeigt sich schnell, dass die DJI Power 1000 V2 mehr Frust als Freude bringt.

Lautstärke:
Sobald die Station arbeitet, springt der Lüfter an – deutlich hörbar, konstant präsent. Zwar kein schrilles Pfeifen, aber ein Geräuschpegel, der in ruhigen Umgebungen, etwa beim Camping, deutlich störend ist.
In dieser Preisklasse wäre ein leiseres, temperaturgeregeltes System zu erwarten.

Ergonomie und Gewicht:
Mit rund 15 Kilogramm ist das Gerät schwerer, als es für den mobilen Einsatz sinnvoll wäre.
Die seitlich angebrachten Griffe erschweren das Tragen zusätzlich, da sie eine unnatürliche, unausbalancierte Haltung erzwingen. Wer die Station öfter bewegen möchte, merkt schnell: Mobilität sieht anders aus.

Fehlender Zigarettenanschluss:
Für viele Nutzer, insbesondere Camper, ist ein 12-Volt-KFZ-Ausgang unverzichtbar.
Doch DJI verzichtet komplett darauf – ein unverständlicher Rückschritt, der die Einsatzmöglichkeiten massiv einschränkt.

Schwache Ladeleistung bei schwachem Licht:
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft das Solarladen.
Sobald die Sonne nicht ideal scheint – etwa bei bewölktem Himmel oder diffuser Helligkeit – verweigert die Powerstation praktisch den Dienst.
Während andere Modelle zumindest mit reduzierter Leistung weiterladen, schaltet die DJI Power 1000 V2 einfach ab.
Für ein Gerät, das als „autarke Energiequelle“ vermarktet wird, ist das inakzeptabel.


Extrem negative Aspekte – gravierende Mängel

Neben diesen Alltagsproblemen gibt es Punkte, die schlicht nicht hinnehmbar sind.

Starke Geruchsentwicklung:
Schon beim Auspacken fiel ein intensiver, stechender Geruch auf – ähnlich verschmortem Kunststoff oder Elektronik.
Sowohl die Powerstation als auch das mitgelieferte KFZ-Ladegerät verströmten diesen Geruch bereits vor der ersten Inbetriebnahme.
Das deutet auf ein grundsätzliches Produktionsproblem hin und wirft ernsthafte Fragen zur Materialqualität und Sicherheit auf.
Der Geruch war nicht nur unangenehm, sondern potenziell gesundheitlich bedenklich.

Fehlendes Zubehör:
DJI liefert die Powerstation praktisch nackt aus.
Notwendige Kabel müssen separat gekauft werden – und das zu absurd hohen Preisen.
Das 1,8-kW-Schnellladegerät kostet rund 300 Euro, enthält jedoch kein KFZ-Kabel.
Dieses muss nochmals für etwa 60 Euro nachgekauft werden – sofern es überhaupt verfügbar ist.
Aktuell ist es auf vielen Plattformen schlicht nicht lieferbar.
So zwingt DJI seine Kunden in ein teures, proprietäres Zubehör-Ökosystem.

Eingeschränkte Anschlussmöglichkeiten:
Selbst mit allen Zusatzkabeln bleibt das Grundproblem bestehen:
Die Powerstation bietet nur zwei Eingänge und keinen XT60-Anschluss – der Standard für viele alternative Energiequellen.
Damit schließt DJI bewusst Flexibilität aus und drängt Nutzer in das eigene, überteuerte Zubehörsystem.


Der Support – ein Kapitel für sich

Die Probleme hören leider nicht beim Produkt auf.
Auch der Kundendienst von DJI zeigt, wie weit Anspruch und Realität auseinanderliegen.

Bereits nach weniger als einer Stunde Nutzung war klar: Dieses Produkt ist sein Geld nicht wert.
Also sollte es zurückgeschickt werden – doch das stellte sich als nahezu unmöglich heraus.

Zuerst muss man auf der DJI-Webseite umständlich einen Rücksendeantrag stellen.
Danach heißt es warten – auf die Genehmigung.
Erst dann werden Rücksendeetiketten verschickt, die jedoch kaum verständlich sind: teils unklare Sprache, verwirrendes Layout, fehlende Angaben.

Das größte Problem jedoch: DJI besteht auf eine Rücksendung mit FedEx.
In vielen Regionen – so auch hier – ist FedEx aber nicht in der Lage, eine Rückholung zu organisieren.
Nach mehreren Telefonaten, zwei Urlaubstagen und zwei gescheiterten Abholversuchen stand fest:
Die Rücksendung scheitert an DJI selbst.

Beide Male wurde das Paket am nächsten Tag wieder zurückgebracht, weil die Unterlagen von DJI fehlerhaft waren.
Mittlerweile musste der Fall einem Anwalt übergeben werden, da DJI sich weigert, die Rückgabe zu ermöglichen oder den Kaufpreis von knapp 1.000 Euro zu erstatten.
Ein Kundenerlebnis, das alles andere als vertrauenswürdig ist.


Fazit – Mehr als enttäuschend

Die DJI Power 1000 V2 ist in ihrer aktuellen Form nicht empfehlenswert.
Bereits ab Werk ist sie kaum als mobile Energiequelle nutzbar.
Solaraufladung funktioniert nur bei idealem Wetter – und ohne teures Zusatzgerät gar nicht.
KFZ-Ladung? Fehlanzeige – der Anschluss fehlt und muss teuer nachgerüstet werden.

Damit bleibt als einzige verlässliche Option das Laden über die Steckdose – und das widerspricht dem Grundgedanken einer mobilen Powerstation völlig.

Hinzu kommen die starke Geruchsentwicklung, das hohe Gewicht, die mangelhafte Ergonomie und ein Support, der jede Rückgabe zum Albtraum macht.
Ein Gesamtbild, das kaum enttäuschender ausfallen könnte.

Im direkten Vergleich wirkt beispielsweise eine Jackery Solargenerator 2000 V2 doppelt so leistungsfähig, kompakter, leiser und benutzerfreundlicher.
DJI hingegen liefert ein Produkt, das optisch überzeugt, aber in der Praxis versagt.

Kurzum:
Eine Powerstation mit Premiumpreis – aber ohne Premiumerlebnis.
Solide gebaut, aber konzeptionell ein klarer Fehltritt.
Mehr Schein als Sein – und für diesen Preis schlicht nicht akzeptabel.

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